Hinter den Kulissen

Hier will ich dem interessierten Besucher meiner Homepage, ein wenig von meiner Arbeit an den Aquarellen erzählen.

Fangen wir mit den Werkzeugen an.

Die Werkzeuge

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist die Trockenmaltechnik eine sehr, für den Pinsel, strapazierende Angelegenheit. Zahlreiche Versuche meinerseits, Kunsthaarpinsel zu verwenden, endeten damit, dass sie nie für die Aquarellmalerei zum Einsatz kamen. Ich verwende sie anderweitig und kaufe mir stets die echten sibirischen Rotmaderhaarpinsel, die dementsprechend kosten, aber auch sehr, sehr gut sind.

Für die Waschungen kommt der Hake zum Zuge, das ist ein Ziegenhaarpinsel, der unglaublich viel Wasser aufnehmen kann. Mit diesen Pinseln kann man unglaubliche schöne Bilder malen, was jedoch nicht so ganz meine Sache ist.

Das Messer wird eingesetzt, wenn ich dünne Lichtkanten hervorherben will, welche bereits mit Farbe benetzt sind. Da geht manches Mal nichts mehr mit rauswaschen, sondern nur noch mit rauskratzen :-D 

Die Aquarellfarben, die ich verwende, sind entweder von Schminke oder Winsor & Newton.

Die Tubenfarben sind praktisch, wenn man viel Farbe auf einmal benötigt, meistens für Waschungen. Die Farben in den Näpfen hingegen sind passend für die Detailbilder, da man da nicht allzu viel Farbe auf einem Mal benötigt.

Viele Künstler*innen verwenden nur die drei Primärfarben, rot - blau - gelb. Aus diesen Farben kann man die ganze Farbpalette mischen. Ich selbst liebe jedoch die Auswahl an den unterschiedlichsten Farben und ich verwende sie auch. 

Das Papier

Meine Erfahrung mit Aquarellpapier ist die, dass wenn man daran sparen will, dann ist man am Verzweifeln und das Bild wird nichts. Das richtige Papier jedoch zu finden, das erfordert einiges ausprobieren verschiedener Sorten. Ein Papier muss so einiges aushalten, vor allem, wenn man Anfänger ist. Wie oft habe ich bei verschiedenen Bildern alle Farbe so gut es ging wieder abgewaschen! Einmal war es drei Mal und ich hatte sogar ein Bürstchen verwendet, um wirklich alle Farbe runterzubekommen. Diese Bild hatte mich ganz besonders viel Nerven gekostet, aber am Ende konnte ich auf dem ausgewaschenen Papier das beste Resultat erzielen. Mit billigen Papieren, von minderer Qualität, wäre dies unmöglich gewesen, alleine schon deswegen, da diese meist den ersten Tropfen Farbe einfach aufsaugen und man nicht mehr die Möglichkeit hat, irgend etwas zu ändern. Denn auch bei der Aquarellmalerei gilt, man kann sehr vieles korrigieren, nicht alles, aber nahezu alles.

 

Die Entstehung eines Bildes

Bitte die einzelnen Bilder anklicken, denn erscheint noch eine kurze Erklärung zu jedem Schritt.

Generell ist zu erwähnen, dass meine Technik eine sehr aufwendige Angelegenheit ist, denn es werden einzelne dünne Farbschichten aufgetragen, solange, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Doch dann muss oftmals wieder Farbe abgenommen werden um darunterliegende Farbe entweder durchscheinen zu lassen oder um Strukturen auszuarbeiten. 

Es ist selbstredend, dass so ein Bild ein wenig länger dauert. Ich denke, in diesem Fall waren es an die fünf Tage, wobei ich natürlich nicht 8 Stunden am Tag male, aber 3 - 4 Stunden sind es auch.